Auf dem Foto sind im Hintergrund die Informationstafeln des KZ-Außenlagers Kaufering VIII Seestall zu sehen. Im Vordergrund ist zu erkennen, wie jemand das Smartphone zur Erkundung der KZ-Gedenkstätte in der Hand hält, um sich vertiefende Informationen anzusehen und anzuhören.

Themenbereich

Erinnerungskultur inklusiv und digital. KZ-Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorte in Bayern – sichtbar gemacht in einer gemeinsamen digitalen Plattform.

Impulsphase abgeschlossen, kontinuierlich weitergeführt

Eine zentrale Plattform für die Erinnerungskultur

Mit diesem Themenbereich ist erstmals in Bayern eine zentrale digitale Plattform entstanden, in der die vielen Akteure der Erinnerungsarbeit gemeinsam sichtbar werden. KZ-Gedenkstätten, lokale Erinnerungsinitiativen, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen finden hier einen gemeinsamen Ort — nicht als Insellösung, sondern als selbstverständlicher Bestandteil bayerischer Geschichte innerhalb der BayernHistoryApp.

Der Themenbereich wird kontinuierlich erweitert. Weitere Akteure und Institutionen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Hintergrund

Vergessen wäre eine zweite Schuld.

Die digitale Erschließung von KZ-Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorten ist das zentrale Anliegen dieses Themenbereichs. Viele dieser historischen Orte sind digital kaum sichtbar oder zugänglich. Das Projekt schafft mit modernen Technologien eine inklusive, barrierefreie und partizipative Form des Erinnerns. Es erweitert die Möglichkeiten zur Information, Teilhabe und Anteilnahme im digitalen Raum.

Auf dem Foto sind im Hintergrund die Informationstafeln des KZ-Außenlagers Kaufering VIII Seestall zu sehen. Im Vordergrund ist zu erkennen, wie jemand das Smartphone zur Erkundung der KZ-Gedenkstätte in der Hand hält, um sich vertiefende Informationen anzusehen und anzuhören.
Im Hintergrund sind die Erinnerungstafeln des KZ-Außenlagers Kaufering VIII Seestall zu sehen — Foto Wolfgang Hauck

Was bietet der Themenbereich?

Der Themenbereich entwickelt ein digitales Modell zur zeitgemäßen und integrativen Erinnerungskultur am Beispiel ehemaliger Konzentrationslager, KZ-Gedenkstätten in Bayern und anderer NS-Erinnerungsorte. Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Digitale Erschließung von KZ-Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorten
  • Multimediale Inhalte: Texte, Audios, Videos, 360°-Rundgänge
  • Immersive Medien: Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality (im Aufbau)
  • Inklusive und barrierefreie Konzeption — auch für Menschen mit Behinderung, Migrationshintergrund und Bildungsbenachteiligung
  • Geschichte der Aufarbeitung seit 1945 als Brücke zur Gegenwart
  • Entwicklung eigener Chat-KI-Modelle auf Basis historischer Quellen
Wolfgang Hauck hat eine Grafikgestaltung entworfen, mit der Erinnerungsorte mit ihren Koordinaten gekennzeichnet werden.
Grafische Logogestaltung für Gedenkorte mit Koordinaten – © Wolfgang Hauck

Wirkung

Der Themenbereich fördert das historische Bewusstsein, indem er neue Zugänge und Perspektiven schafft. Nutzerinnen und Nutzer können sich vor Ort oder unabhängig davon mit den Inhalten auseinandersetzen — zur Vorbereitung, Nachbereitung oder als eigenständiges Bildungsangebot. Die App als niedrigschwelliges, alltägliches Medium ermöglicht jederzeit den Zugriff auf relevante Informationen und trägt nachhaltig zur politischen Bildung bei.

Besonderer Fokus liegt auf der jungen Generation, um eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu fördern und zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken.

Wissenschaftliche und gestalterische Grundlage

Im Rahmen des Memory Media Lab „Bewegte Bilder und immersive Medien in der Erinnerungskultur” der Filmuniversität Konrad Wolf Babelsberg werden die technologischen, didaktischen und wissenschaftlichen Grundlagen entwickelt. Die Konzeption mit immersiven Medien im Projekt war Teil einer Abschlussarbeit. Grundlage ist ein interdisziplinärer Ansatz, der Medien- und Filmwissenschaft, Geschichte, Kunst und Technologie verbindet.

Auf dem Foto sind im Hintergrund die Informationstafeln des KZ-Außenlagers Kaufering VII bei Landsberg am Lech zu sehen. Im Vordergrund ist zu erkennen, wie jemand das Smartphone zur Erkundung der KZ-Gedenkstätte in der Hand hält, um sich vertiefende Informationen anzusehen und anzuhören.
NS-Erinnerungsorte in Bayern, Hintergrund KZ-Außenlager Kaufering VII — Foto Wolfgang Hauck

Geschichte des Projekts

Die Impulsphase des Projekts wurde 2025 von der Deutschen Stiftung Engagement und Ehrenamt im Programm TransformD sowie vom Bezirk Oberbayern gefördert. Konzeption und Idee von Wolfgang Hauck, wissenschaftliche Leitung von Dr. Edith Raim. Die Impulsförderung ist mit Ende 2025 abgeschlossen — der Themenbereich wird seither aus Eigenmitteln und in Kooperation mit den Partnern kontinuierlich weitergeführt und ausgebaut.

NS-Erinnerungsorte in der BayernHistoryApp entdecken

Laden Sie die BayernHistoryApp und navigieren Sie zum Themenbereich NS-Erinnerungsorte in Bayern. Einmal nach links wischen, und schon sind Sie mitten in den Erinnerungsorten Bayerns.

Konzeption und Idee

  • Wolfgang Hauck

    Konzeption und Idee

    dieKunstBauStelle e. V.

Partner und beteiligte Institutionen

  • KZ-Gedenkstätten in Bayern
  • Anstalt Irsee
  • Bezirk Oberbayern
  • Bezirk Schwaben
  • Museum Stadt Landshut
  • Halle 116 Augsburg
  • Gedenken im Würmtal
  • Erinnerungswerkstatt Augsburg

und viele lokale Initiativen

Technischer Kooperationspartner

  • berlinHistory e. V.

    Technische Plattform

Akteure und Partner

Förderer

  • Deutsche Stiftung Engagement und Ehrenamt (DSEE)

    Programm TransformD, Impulsförderung 2025 (abgeschlossen)

  • Bezirk Oberbayern

    Förderung 2025 (abgeschlossen)

Ansprechpartner

Berichterstattung und Auswahl-Pressespiegel

Zum vollständigen Pressespiegel

Titelbild: © Wolfgang Hauck

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