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BayernHistory
Der alte Marktbrunnen
Landsberger Brunnen
Foto: Landsberger Geschichtsblätter
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte des Landsberger Marktbrunnens anhand schriftlicher und bildlicher Quellen. Man erfährt, dass eine venezianische Gesandtschaft den Brunnen 1492 erwähnte und beschrieb, wie Wasser aus acht bis zehn Röhren sechs bis acht Fuß hoch spritzte. Die Darstellung behandelt die Ausstattung des Brunnens nach Baurechnungen von 1630 und 1663: 1630 schuf ein ungenannter Bildhauer eine Eichenholzfigur mit Speer und Schild sowie vier Delphine, Muschelornamente und Löwenköpfe; 1663 fertigte Georg Graf eine ähnliche Figur, die Franz Guggenberger in den bayerischen Landesfarben Weiß und Blau bemalte. Lorenz Luidl führte 1686 und 1689 Ausbesserungen durch und erstellte einen späteren Entwurf mit Marmorfassung, der eine Säule mit Delphinen und allegorischen Frauenfiguren zeigt, die die vier Elemente darstellen sollten. Der Brunnen mit seiner gewappneten Figur in römischer Rüstung signalisierte die Gerichtshoheit des bayerischen Landesherrn, ähnlich wie ein zeitgleicher Brunnen in Traunstein seit 1526.
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Kurzfakten
Ort
Marktplatz Landsberg
Erste schriftliche Erwähnung
1492
Wasserdruck-Quelle
Hangquelle in höherer Lage
Brunnenhöhe
6 bis 8 Fuß (Wasserspritze)
Bildhauer 1630
nicht genannt
Bildhauer 1663
Georg Graf
Maler
Franz Guggenberger
Material ursprünglich
Eichenholz
Farben der Figur
Weiß und Blau (bayerische Landesfarben)
Ausbesserungen durch Lorenz Luidl
1686 und 1689
Textauszug
Er ist der erste, von dem uns schriftliche Quellen berichten. Im Jahre 1492 erwähnt eine durchreisende Gesandtschaft aus der Republik Venedig die bedeutenden Brunnen der Stadt und besonders den auf dem Marktplatz, der sein Wasser aus acht bis zehn Röhren senkrecht in die Höhe schleudere. Der Druck entstand durch die Zuleitung aus einer höher gelegenen Hangquelle, so dass das Wasser sechs bis acht Fuß oder lanzenhoch spritzte, wie spätere Durchrei- sende berichteten. Dieser Brunnen ist übrigens nicht mit dem Brunnen zu verwechseln, an dem sich Herzog Ernst 1434 nach dem Tanz mit den Landsbergerinnen im Rathaus- saal erfrischte: Dieser sprudelte nämlich neben der Trinkstu- be im Gewölbe im Parterre des alten Rathauses, das bis 1698 mitten auf dem Marktplatze stand. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Kategorien:📍 Landsberg am Lech
Standort:Landsberg am Lech · 48.04974, 10.87686 · OpenStreetMap
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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Der alte Marktbrunnen. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-9661-de.html (Zugriff am 01.09.2026)