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BayernHistory
Die Synagoge in Laudenbach
Was die Mühlbacher Straße verbirgt
Teil der Sammlung: Heimat.Erlebnistag Bayern 2026
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte der Synagoge in Laudenbach (Mühlbacher Straße 6), die seit ihrer ersten dokumentierten Erwähnung 1657 als „Schuell zu Laudenbach" von jüdischen Familien der Umgebung genutzt wurde. Man erfährt, dass die Behörden bei einer genehmigten Renovierung 1736 verlangten, das Gebäude äußerlich wie ein bürgerliches Haus statt wie eine Kirche aussehen zu lassen – eine Auflage, die bis heute das schlichte Erscheinungsbild prägt. Die Darstellung dokumentiert Spuren jüdischer Rituale und Inschriften am Bau, darunter einen Chuppastein und hebräische Inschriften. Am 10. November 1938 zerstörte ein SA-Trupp mit Bürgerbeteiligung die Inneneinrichtung und den Thoraschrein, konnten das Haus aber nicht niederbrennen. Nach der Zerstörung 1949 einer Einfahrt durch die Wand diente das Gebäude als Lager. Bei der Untersuchung nach dem Ankauf durch die Stadt Karlstadt 2015 fanden Fachleute eine Genisa im Traufbereich, zugemauerte Türen und 2023 Relikte des Thoraschreins in der Taharatür.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.
Kurzfakten
Ort
Laudenbach, Mühlbacher Straße 6
Erste Erwähnung
1657 (fürstbischöfliche Visitation)
Bezeichnung
Schuell zu Laudenbach (seit ca. 1667)
Renovierung genehmigt
1736 durch Würzburger Hofkanzlei
Zerstörung
10. November 1938 durch SA und Bürger
Ankauf durch Stadt
2015 (Karlstadt)
Funde bei Untersuchung
Genisa, zugemauerte Türen, Wandbemalung
Funde in Taharatür
Relikte des Thoraschreins (2023)
Textauszug
Wer heute vor dem Haus Mühlbacher Straße 6 in Laudenbach steht, sieht ein verputztes Gebäude mit Halbwalmdach. Bruchsteinmauerwerk, Sandsteinrahmen um die Fenster. Es wirkt wie ein gewöhnliches fränkisches Haus am Main. Genau so sollte es aussehen. Die Behörden verlangten es einst.
Kein Kirchenbau
Dieses Haus ist eine Synagoge. Ihr genaues Alter kennt niemand. 1657 notierte eine fürstbischöfliche Visitation erstmals: Es gebe hier viele Juden, sie hätten eine Synagoge und einen Friedhof. Zehn Jahre später taucht die „Schuell zu Laudenbach" in den Akten auf. Jüdische Familien aus der Umgebung feierten hier gemeinsam Gottesdienst.
1736 bat die Gemeinde die Würzburger Hofkanzlei um eine Renovierung. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Die Synagoge in Laudenbach. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-14377-de.html (Zugriff am 01.09.2026)