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BayernHistory

Alte Schulgebäude in Schondorf

Schulpflicht und Säkularisierung
Alte Schulgebäude in Schondorf

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag zeigt die Entwicklung der Schulgebäude in Schondorf und die Durchsetzung der Schulpflicht vom frühen 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Man erfährt, dass die Gemeinde Oberschondorf 1813 das erste gemeindeeigene Schulhaus in der St.-Anna-Straße 25 erwarb, nachdem neue Vorschriften von 1802/03 den regelmäßigen Schulbesuch für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren vorsahen. Die Darstellung behandelt den Widerstand von Geistlichen und Bauernfamilien gegen die Schulpflicht, die Rolle des Schulmeisters beim Eintreiben von Schulgeld und Strafen sowie die Einführung langer Sommerferien zur Entschärfung der Konflikte. Ein neues Schulgebäude entstand 1882 in der St.-Anna-Straße 27 mit modernen Standards wie großen Fenstern und hohen Räumen für bessere Luft und Lichtverhältnisse. Die Weimarer Verfassung von 1919 brachte grundlegende Änderungen wie verbindliche Grundschule für alle, Abschaffung des Schulgelds und akademische Ausbildung für Lehrkräfte. Das Schulhaus erlebte alle politischen Systeme vom Kaiserreich bis zur frühen Bundesrepublik, bevor 1957 eine neue Grundschule in der Schulstraße eröffnet wurde und das alte Gebäude 1973 in ein Wohnhaus umgebaut wurde.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Erstes Schulgebäude
St.-Anna-Straße 25, Schondorf
Kauf durch Gemeinde
1813
Größe erster Schulraum
46 Quadratmeter
Schulpflicht-Verordnung
1802/03
Neues Schulgebäude
St.-Anna-Straße 27, 1882
Größe der Klassenzimmer
75 Quadratmeter
Lehrerwohnhaus
St.-Anna-Straße 22
Weimarer Verfassung
1919
Neue Grundschule
Schulstraße, 1957
Umwandlung des Gebäudes
Wohnhaus, 1973

Textauszug

Die alten Schondorfer Schulgebäude haben eine lange Geschichte. Bereits 1712 ist das Haus in der St.-Anna-Straße 25 auf einer Landkarte verzeichnet. 1813 kaufte die Gemeinde Oberschondorf das Gebäude – als erste gemeindeeigene Dorfschule. Der Unterricht fand in einem einzigen Raum im Obergeschoss statt, gerade einmal 46 Quadratmeter groß. Anlass war eine neue Vorschrift aus den Jahren 1802/03: Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sollten regelmäßig die Schule besuchen – und dafür Schulgeld zahlen. Doch der regelmäßige Schulbesuch blieb zunächst Wunschdenken. Kirche und Bauernfamilien wehrten sich heftig. Die Geistlichen fürchteten den Verlust ihres Einflusses. Bis dahin hatten Pfarrer allein die Aufsicht über das Schulwesen. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag · 🖼 4 Bilder in der Galerie
Datensatz-ID: BHA-P-14339
Kategorien: 📍 Schondorf am AmmerseeSchulen
Standort:Schondorf am Ammersee · 48.05336, 11.08586 · OpenStreetMap
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Nutzungshinweis

Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.

Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Alte Schulgebäude in Schondorf. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-14339-de.html (Zugriff am 01.09.2026)