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BayernHistory
Erste Allgäuer Rahmzentrale
Geschichte der Käserei in Thal
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Entwicklung eines Käseunternehmens in Thal, das Meinrad Milz 1874 als 24-jähriger Käser gründete, indem er einen Hof erwarb und eine Molkerei sowie Käserei errichtete. Man erfährt, dass das Unternehmen rasch wuchs – 1889 vergrößerte Milz die Käselager und 1896 stellten 36 Käsereien „Milz-Käse" her – und sich durch Eisenbahnanbindung auf Märkte in Sachsen, dem Saar- und Ruhrgebiet, Stuttgart und Berlin ausdehnte. Die Darstellung behandelt auch die um 1900 von venezianischen Baumeistern errichtete Villa Thal als repräsentativer Sitz des Unternehmens sowie Milz' Pionierleistung, Hauskäsereien zu genossenschaftlichen Dorfkäsereien zusammenzuschließen. Nach Meinrad Milz' Tod 1903 führten sein Sohn Philipp Milz und Stiefsohn Franz Rauh das Unternehmen weiter, gründeten 1936 die „Milz & Rauh KG" und richteten Anfang der 1920er Jahre unter dem Namen „Erste Allgäuer Rahmzentrale" ein modernes Butterwerk in Memmingen ein. Der Beitrag dokumentiert die schrittweise Übergabe des Unternehmens an die Käserei Champignon Hofmeister GmbH & Co. KG ab 1966 sowie die Verlagerung der Geschäftstätigkeit nach Heising bei Kempten, wobei die EAR bis Ende der 1970er Jahre als Gesellschaft mbH mit etwa 35 Gesellschaftern bestand.
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36 Käsereien produzierten Milz-Käse, 12 weitere waren Vertragspartner
Villa Thal
errichtet um 1900 von venezianischen Baumeistern
Tod des Gründers
1903, Alter 52 Jahre, Folgen eines Sturzes des Pferdewagens
Butterwerk
gegründet Anfang 1920er Jahre in ehemaliger Degerma-Molkerei Memmingen
Nachfolger nach 1966
Käserei Champignon Hofmeister GmbH & Co. KG
EAR-Bestand
bis Ende 1970er Jahre, etwa 35 Gesellschafter
Textauszug
Erwerb eines Hofs in Thal
In Thal, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Grönenbach im Unterallgäu, begann im Jahr 1874 die Geschichte eines Käseunternehmers.
Meinrad Milz, damals 24 Jahre alt und Käser, erwarb einen Hof in Thal. Bereits sein Großvater Johannes Milz aus Engenberg (Gemeinde Heimenkirch) und sein Vater Philipp Jakob Milz waren in der Landwirtschaft und Käseherstellung tätig. Meinrad Milz hatte die Witwe Barbara Rauh geheiratet, die aus Hueb stammte, ebenfalls ein Ortsteil von Bad Grönenbach. Der Hof in Thal war aufgrund der Eisenbahnanbindung für sein zukünftiges Käseunternehmen günstig gelegen. Er gründete die „Allgäuer Molkereien Meinrad Milz KG“. Neben seinem Hof errichtete er eine Molkerei und Käserei. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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