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BayernHistory
Oettingen
Zwei Ortsgesellschaften seit 1414
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Oettingen von der Erwähnung im Nürnberger Memorbuch 1298 bis zur Gegenwart. Man erfährt, dass Oettingen seit 1414 in zwei Herrschaftslinien – Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein – aufgeteilt war, woraus sich zwei separate jüdische Kultusgemeinden entwickelten, die 1680 ein gemeinsames Gemeindezentrum mit Synagoge errichteten und sich formal in den 1740er Jahren vereinigten. Die Darstellung behandelt die wachsende jüdische Bevölkerung vom 17. Jahrhundert (5 Haushalte 1612/14, 84 Familien 1642, 385 Personen 1785) bis zu deren Rückgang im 19. Jahrhundert durch Auswanderung (1871: 200 Personen, 1900: 141 Personen) sowie die zunehmende Integration in das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben der Stadt. Ein wesentlicher Teil des Beitrags dokumentiert die NS-Zeit ab 1933 mit der Synagogenschändung 1938, die Zwangsausweisung und Deportation ab 1942, die Erinnerungsarbeit seit 1965 durch ein Mahnmal und seit 2005 durch eine Gedenktafel mit 78 Namen von jüdischen Oettingern.
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Kurzfakten
Ort
Oettingen
Erstwähnung jüdisches Leben
1298 (Nürnberger Memorbuch)
Herrschaftsteilung
seit 1414 (Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein)
Gemeindezentrum mit Synagoge
1680 erbaut
Vereinigung der Gemeinden
1680 (informell), 1740er Jahre (offiziell)
Jüdische Volksschule
1824–1930 in der Judengasse (Ringgasse 5)
Jüdischer Friedhof
ab 1851 in Richtung Lehmingen
Jüdische Bevölkerung 1837
430 Personen (13,4 % der Gesamtbevölkerung)
Jüdische Bevölkerung 1933
66 Personen
Synagogenschändung
November 1938
Gedenktafel
seit 2005, 78 Namen, Bildhauer Fred Jansen
Textauszug
Das Nürnberger Memorbuch nennt Oettinger Juden als Opfer des Rintfleischpogroms 1298. Anfang des 14. Jahrhundert wird ein Oettinger Jude aktenkundig, weil er in Geschäftsbeziehung zu einem Kanonikus aus Wassertrüdingen stand. Ein Hinweis auf die Existenz jüdischen Lebens im Ort ist auch die Tatsache, dass die Oettinger Grafen im Jahr 1317 das Judenschutzregal besaßen. Kaiser Ludwig der Bayer (reg. 1314-1347) verpfändete ihnen dieses Recht ab 1331 erneut und genehmigte zugleich die Aufnahme weiterer Schutzjuden. Das Pestpogrom 1348 erfasste auch Oettingen und forderte Todesopfer. Kaiser Karl IV. (reg. 1346-1378) übereignete dem Haus Oettingen anschließend Besitztümer und Schuldbriefe der ansässigen Juden. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Kategorien:📍 Oettingen in BayernJüdisches Leben
Standort:Oettingen in Bayern · 48.95000, 10.60000 · OpenStreetMap
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