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BayernHistory
Landsberg am Lech
Jüdische Familien seit Stadtgründung
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Landsberg am Lech von der Stadtgründung 1158 bis zur Gegenwart. Man erfährt, dass Herzog Heinrich der Löwe 1158 Landsberg gründete und jüdischen Familien vermutlich früh ein Niederlassungsrecht gewährte, da die Gemeinde 1293 über die Hälfte der städtischen Jahressteuer aufbrachte und aus etwa 14 Familien bestand. Die Darstellung behandelt die Vernichtung der mittelalterlichen Gemeinde in der Rintfleisch-Verfolgung 1298 und endgültig während der Pestepidemien im November 1348, das Verbot jüdischen Lebens durch Herzog Albrecht V. ab 1553 und die späte Rückkehr einzelner Juden im 19. Jahrhundert. Der Text dokumentiert die Repressionen ab 1933, die Pogromnacht 1938, die elf Außenlager des KZ Dachau bei Kaufering ab 1944 mit schätzungsweise etwa 14.500 Toten, und das jüdische Displaced-Persons-Lager in der Saarburgkaserne von Oktober 1945 bis November 1950 unter Vorstand Samuel Gringauz mit bis zu 5000 Bewohnern.
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Kurzfakten
Stadtgründung
1158 durch Herzog Heinrich der Löwe
Gründer
Welfenherzog Heinrich der Löwe
Jüdische Gemeinde Größe 1293
etwa 14 Familien
Rintfleisch-Verfolgung
1298, über 30 Tote
Gemeinde ausgelöscht
November 1348
Ausweisungsedikt Herzog Albrecht V.
ab 1553
Jüdische Einwohner 1875
12 Personen
KZ-Außenlager Kaufering
ab 1944, elf Lager
Geschätzte Tote Kaufering
etwa 14.500
DP-Lager Saarburgkaserne
Oktober 1945 bis November 1950
DP-Lager Vorstand
Samuel Gringauz
KZ-Friedhof Einweihung
1950
Textauszug
Im Jahr 1158 errichtete der Welfenherzog Heinrich der Löwe eine Brücke an der Lech und gründete (parallel zu München) an der alten Burg Phetine ein neues Handelszentrum: Landsberg. Ungewiss bleibt, wann dem Ort das Stadtrecht mit Privilegien wie etwa dem Judenschutz gewährt wurde. Das erste Mal ist im sogenannten Zweiten Herzogsurbar Ludwigs des Strengen 1279/1284 von einem Stadtgericht (de iudico civitatis) die Rede, der Aufstieg Landsbergs muss also in den ersten hundert Jahren seiner Geschichte erfolgt sein. Hierfür spricht auch, dass im späten 13. Jahrhundert die erste, mit der erhöht gelegenen Burg verbundene Stadtbefestigung errichtet wurde.
13. Jahrhundert
Der bedeutende Heraldiker Otto Hupp interpretierte den Steilberg im alten, ab 1325 nachweisbaren Stadtwappen als gelagerte Salzscheiben, denn Landsberg war der wichtigste bayerische Salzstapelplatz am Lech. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Kategorien:📍 Landsberg am LechJüdisches LebenSynagogen
Standort:Landsberg am Lech · 48.05000, 10.86670 · OpenStreetMap
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