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BayernHistory

Synagoge Oettingen

Neubau, Verwüstung, Umnutzung
Oettingen, Schäfflergasse 1, ehem. jüdisches Gemeindezentrum mit Synagoge und Rabbinerwohnung. Heute teils Neubau, Misrachfenster erhalten, Wandmalerei mit Rabbiner (Aufnahme 2023). © Copyright Haus der Bayerischen Geschichte / Foto: Patrick Charell

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag zeigt die Geschichte der Synagoge in Oettingen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Man erfährt, dass die jüdische Gemeinde zunächst in Privatanwesen in den Jahren 1655 bis 1684 betete und um 1680 einen umgebauten Stadel hinter dem Rathaus als Synagoge nutzte. Nach Erweiterung der Gemeinde im 19. Jahrhundert wurde 1852 ein Neubau nach Plänen des Architekten Anton von Braunmühl beschlossen und am 30. Dezember 1853 eingeweiht; eine Renovierung folgte 1901. Während der Novemberpogrome 1938 wurde das Innere völlig zerstört, und 1939 musste Max Badmann das Gebäude an die Stadt verkaufen. Nach 1945 wurde es von Otto Schlotter erworben und 1951 zum Wohnhaus umgebaut, wobei die Außenmauern und das kreisförmige Ostfenster erhalten blieben; weitere Relikte befinden sich im Heimatmuseum Oettingen.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Ort
Oettingen
Gemeinden
Katholische und evangelische Linie der Grafen zu Oettingen
Frühe Versammlungsorte
C 2 (1655–1668), C 49 (1670–1684)
Ursprüngliche Synagoge
Um 1680, Stadel hinter dem Rathaus
Neubau-Architekt
Anton von Braunmühl (1820–1858)
Neubau-Grundstück
C 6, Pl. Nr. 41 ½, heute Schäfflergasse 1
Einweihung Neubau
30. Dezember 1853
Renovierung
1901
Zerstörung
Novemberpogrome 1938
Verkauf an Stadt
1939 durch Max Badmann
Umnutzung
1951 Umbau zum Wohnhaus durch Otto Schlotter

Textauszug

Die jüdische Gemeinde der katholischen Linie der Grafen zu Oettingen versammelte sich in den Jahren 1655 und 1668 im Anwesen C 2 des Juden Manasse (heute Schloßstraße 48). Die Schutzjuden der evangelischen Linie beteten von 1670 bis 1684 auf der anderen Straßenseite im Anwesen C 49 (heute Schloßstraße 47). Um 1680 wurde ein Stadel hinter dem Rathaus, das man zuvor gemeinsam erworben hatte, zu einer Synagoge umgebaut. Daneben errichteten beide Gemeinden ein Haus für den Rabbiner und seine Familie. Über die Ausstattung ist nichts bekannt, vielleicht wurde aber eine Wetterfahne mit den mosaischen Gesetzestafeln beim Neubau wiederverwendet. 19. Jahrhundert Mitte des 19. Jahrhunderts reichten die Räumlichkeiten in der alten Synagoge für die stark angewachsene Gemeinde nicht mehr aus. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag · 🖼 4 Bilder in der Galerie · 🔗 1 Weiterführender Link
Datensatz-ID: BHA-P-14023
Kategorien: 📍 Oettingen in BayernSynagogen
Standort:Oettingen in Bayern · 48.95203, 10.60309 · OpenStreetMap
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Nutzungshinweis

Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.

Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Synagoge Oettingen. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-14023-de.html (Zugriff am 01.09.2026)