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BayernHistory
Jüdischer Friedhof Buttenwiesen
Zeugnis eines friedlichen Zusammenlebens
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Der Beitrag behandelt die Geschichte und gegenwärtige Bedeutung des jüdischen Friedhofs Buttenwiesen, der sich seit dem 16. Jahrhundert (1571/72) als Begräbnisstätte der örtlichen jüdischen Gemeinde dient. Man erfährt, dass der Friedhof 1888 erweitert wurde und 1889 ein Tahara-Haus für die rituelle Reinigung der Verstorbenen entstand, während in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zahlreiche Grabsteine umgestürzt wurden und 1942 die letzten 41 jüdischen Bewohner deportiert wurden. Die Darstellung dokumentiert, dass heute noch 286 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1800 und 1938 erhalten sind, darunter besondere Gedenksteine wie jener des Kaufmanns Leopold Reiter (gestorben 1. Mai 1916), des Geschäftsmanns Hugo Lammfromm (gestorben 21. April 1938) und des Gemeindevertreter Sigmund Luchs (gestorben 25. November 1934). Der Beitrag zeigt, wie der Friedhof als Zeugnis des einstigen friedlichen Zusammenlebens von Juden und Christen in Buttenwiesen fungiert und durch die Nachkriegsgestaltung – mit teilweise unter christlichen Gräbern liegenden jüdischen Gräbern – eine einzigartige Konstellation bietet.
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Key facts
Ort
Buttenwiesen
Erstnachweise jüdische Bevölkerung
1571/72
Friedhofserweiterung
1888
Tahara-Haus
1889
Pogromnacht
9. bis 10. November 1938
Deportation
1942 (41 Personen)
Grabsteine heute
286
Zeitraum Grabsteine
1800–1938
Verkauf Friedhofsteil
1950/51 (1700 DM)
Besondere Persönlichkeit
Leopold Reiter, Kaufmann, Vorstand Eisenbahnkomitee 1895–1905
Text excerpt
„Beit Olam“ bedeutet der „gute Ort“ oder „Haus der Ewigkeit“. Auch der Friedhof der einstigen jüdischen Kultusgemeinde Buttenwiesen, der sich hinter der ehemaligen Synagoge und dem heute begehbaren Denkmal Mikwe Buttenwiesen befindet, trägt diese Bezeichnung. Er liegt, nur durch eine Hecke getrennt, in direkter Nachbarschaft zum kommunalen christlichen Friedhof.
Historie
Die ersten Menschen jüdischen Glaubens in Buttenwiesen sind seit dem 16. Jahrhundert (1571/72) nachweisbar. Aufgrund der Bedrohungen im Dreißigjährigen Krieg war es den Buttenwiesener Juden unmöglich geworden, ihre Verstorbenen im 40 Kilometer entfernten Burgau zu bestatten. Sie erwarben ein Grundstück am damaligen Ortsrand, das sich als „guter Ort“ für Bestattungen nutzen ließ. … Continue reading in the BayernHistory app.
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