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BayernHistory
Oberes Tor
Auf den Spuren des Spießbürgers
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte des Oberen Tors in Grafenwöhr, das 1880 zusammen mit 29 Anwesen in der Altstadt einem Brand zum Opfer fiel und danach nicht wiederaufgebaut wurde, da es als Verkehrshindernis galt. Man erfährt, dass im Mittelalter die Bürger Grafenwöhrs Dienste leisten mussten, darunter die Bewachung des Oberen und Unteren Tores in Kriegszeiten und bei Seuchengefahr. Die Darstellung behandelt die Torwache mit ihren Aufgaben – Kontrolle von Fremden und deren Pässen – sowie die Ausrüstung mit Wachhäuschen, Schlagbäumen und Palisaden. Der Beitrag erklärt, dass wohlhabende Bürger sich durch einen Wachtzins von dieser Pflicht befreien konnten, während ärmere Bürger mit Spießen bewaffnet Wachdienst versahen und daher „Spießbürger" genannt wurden. Man erfährt, dass dieser Begriff im Mittelalter positiv besetzt war, später aber durch Studenten aus adeligen und reichen Häusern zu einem Spottnamen für vermeintlich engstirnige und kleinbürgerliche Menschen wurde.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.
Kurzfakten
Ort
Grafenwöhr, Oberes Tor
Brandjahr
1880
Betroffene Anwesen
29
Betroffene Straßen
Alte Pfarrgasse, Rösslwirtsgasse, Pflegamtsgasse, Martin-Posser-Straße, Obere Torstraße
Wachaufgaben
Kontrolle von Fremden, Überprüfung von Pässen
Bewachungszeiten
Tag und Nacht in Kriegszeiten und bei Seuchengefahr
Torwächter
ärmere Bürger mit Spießen
Befreiungsmöglichkeit
Wachtzins für wohlhabende Bürger
Ursprüngliche Bedeutung Spießbürger
positiv besetzt im Mittelalter
Bedeutungswandel Spießbürger
später Spottnamen für engstirnige Menschen
Textauszug
Das Obere Tor und der gesamte westliche Teil der Altstadt mit insgesamt 29 Anwesen fielen 1880 einem Brand zum Opfer. Es betraf Häuser und Nebengebäude in der Alten Pfarrgasse, der Rösslwirtsgasse, der Pflegamtsgasse, der Martin-Posser-Straße und der Oberen Torstraße. An einem Wiederaufbau des Oberen Stadttores hatte man kein Interesse, da es als Verkehrshindernis angesehen wurde. Es existiert kein Abbild vom Oberen Tor, aber es ist überliefert, dass es dem Unteren Tor ähnlich gesehen hat.
Die Bürger Grafenwöhrs hatten im Mittelalter für die Stadt gewisse Dienste zu leisten. So mussten das Obere und das Untere Tor in Kriegszeiten und bei Seuchengefahr vor herumstreunendem Gesindel und vor durchziehenden Soldatentruppen Tag und Nacht bewacht werden. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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