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BayernHistory

Kastenhaus

Ein Haus mit und für Geschichte
Im Kastenhaus befindet sich das Grafenwöhrer Kultur- und Militärmuseum. Foto: Pirmin Balk, 2023.

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag zeigt die Geschichte des Kastenhauses in Grafenwöhr, das 1532 fertiggestellt wurde und ursprünglich als Getreidespeicher für Steuereinnahmen des Pflegamts diente, wofür es auch Zehentkasten genannt wird. Man erfährt, dass das Gebäude mit drei Geschossen, einem Dachboden, zwei Spitzböden und einem Toranbau ausgestattet war und eine große Durchfahrt für die Ablieferung von Naturalien mit Pferdefuhrwerken besaß. Die Darstellung behandelt verschiedene historische Nutzungen: das kleine Kellerverlies „Bärenloch" als Arrestzelle, die Umbauten durch österreichische Truppen im Österreichischen Erbfolgekrieg 1744, die Nutzung durch die Hitlerjugend ab 1938 und die Unterbringung von Schulklassen im Januar 1945. Nach dem Krieg beherbergte das Kastenhaus Flüchtlinge, bevor der Heimatverein ab 1952 dort ein Heimatmuseum einrichtete, das 1956 eröffnete. Nach einer umfassenden Renovierung zwischen 1990 und 1992 wurde das Kastenhaus mit einem modernen Anbau verbunden und beherbergt heute das Kultur- und Militärmuseum.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Gebäude
Kastenhaus (Zehentkasten)
Fertigstellung
1532
Ursprüngliche Funktion
Getreidespeicher für Steuereinnahmen des Pflegamts
Standort
Grafenwöhr, am Stadtweiher, Martin-Posser-Straße
Architektur
drei Geschosse, Dachboden, zwei Spitzböden, Toranbau
Besonderheit
Bärenloch (Kellerverlies/Arrestzelle)
Militärische Nutzung
Österreichische Truppen 1744 (Österreichischer Erbfolgekrieg)
Heimatmuseum
eröffnet 1956
Renovierung
1990–1992
Aktuelle Nutzung
Kultur- und Militärmuseum

Textauszug

Ein markanter großer Bau am Rand der Altstadt, idyllisch am Stadtweiher gelegen: Das im Volksmund Kastenhaus genannte Gebäude beherbergt heute das Kultur- und Militärmuseum. Seine Geschichte reicht schon fast 500 Jahre zurück. Es gehört damit zu den vier ältesten Gebäuden in Grafenwöhr. Gebaut wurde es mit drei Geschossen, einem Dachboden, zwei Spitzböden sowie einem Toranbau als Getreidespeicher für die Lagerung der Steuereinnahmen des Pflegamts. Zehentkasten Früher mussten die Bauern und Ackerbürger den Zehent, also ein Zehntel ihrer Ernte, als Steuer abführen. Deshalb wird das Gebäude auch als Zehentkasten bezeichnet. Es wurde 1532 fertiggestellt, ein Eckstein mit dieser Jahreszahl in der Nord-Ost-Fassade in der Martin-Posser-Straße zeugt davon. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag · 🔗 1 Weiterführender Link
Datensatz-ID: BHA-P-13460
Kategorien: 📍 GrafenwöhrHeimatmuseen
Standort:Grafenwöhr · 49.72061, 11.90376 · OpenStreetMap
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Nutzungshinweis

Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.

Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Kastenhaus. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-13460-de.html (Zugriff am 01.09.2026)