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BayernHistory
Die Synagoge in Augsburg
Erstmals wurde ein jüdisches Bethaus im Jahr 1276 erwähnt
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte der Augsburger Synagoge von ihrer ersten Erwähnung 1276 bis zur Gegenwart. Man erfährt, dass nach der Ausweisung der Juden 1448 und einer erneuten Ausweisung 1745 sich jüdische Familien ab 1808 wieder in Augsburg ansiedelten und 1861 eine Kultusgemeinde gründeten. Die Darstellung behandelt den Bau der ersten modernen Synagoge in der Wintergasse 11 (eingeweiht 1865 durch Rabbiner Dr. Jakob Heinrich Hirschfeld nach Plänen des Architekten Jean Keller) und den Neubau des jüdischen Gemeindezentrums an der Halderstraße 6–8, entworfen von Fritz Landauer und Heinrich Lömpel, das nach vierjähriger Bauzeit am 4. April 1917 durch Rabbiner Richard Grünfeld eingeweiht wurde. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und zehnjähriger Restaurierung konnte die Hauptsynagoge am 1. September 1985 neu eingeweiht werden und dient seitdem als Gotteshaus und Mahnmal für die jüdische Geschichte Augsburgs.
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Kurzfakten
Erste Erwähnung
1276
Standort erste Synagoge
ehemalige Kapelle St. Leonhard (Karlstraße 21)
Ausweisung Juden
1448
Erneute Ausweisung
Mai 1745
Gründung Kultusgemeinde
1861
Erste moderne Synagoge Wintergasse
1865, Architekt Jean Keller
Rabbiner 1865
Dr. Jakob Heinrich Hirschfeld
Neue Synagoge Halderstraße
Architekt Fritz Landauer und Heinrich Lömpel
Einweihung Halderstraße
4. April 1917, Rabbiner Richard Grünfeld
Wiedereinweihung nach Restaurierung
1. September 1985
Textauszug
Erstmals wird eine Synagoge in Augsburg im Stadtrecht aus dem Jahr 1276 genannt. Man darf jedoch davon ausgehen, dass sie schon früher vorhanden war. Ihr genauer Standort wird bei der ehemaligen Kapelle St. Leonhard (heute: Karlstraße 21) vermutet. 1290 hat man in ihrer Nachbarschaft ein Tanzhaus für Hochzeitsfeste errichtet. Nach der Ausweisung aller Juden aus der Stadt ab 1448 wurden beide Gebäude beschlagnahmt und zu Wohnhäusern umgebaut.
Anfang der 1740er Jahre hatten sich die Juden in Augsburg wieder soweit angesiedelt, dass sie Versammlungen und Gottesdienste abhalten konnten. Sie wurden jedoch von den christlichen Kaufleuten massiv bekämpft. 1742/43 kam es daher zur „Abschaffung der jüdischen Laubhütten“, Auf die „neu aufgerichtete Judenschul“ und „andere Zusammenkünfte der hiesigen Judenschaft“ reagierte der Stadtrat mit der Ausweisung aller Israeliten im Mai 1745. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Die Synagoge in Augsburg. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-13402-de.html (Zugriff am 01.09.2026)