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BayernHistory

Die Synagoge am Nürnberger Hauptmarkt

Bereits im Jahr 1296 wurde ein Bethaus errichtet
Nürnberg, Insel Schütt in der Pegnitz mit Blick auf die Hauptsynagoge (Postkarte, Farblithographie um 1910).

© Copyright Wikimedia Commons

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag behandelt die Geschichte der ersten Synagoge am Nürnberger Hauptmarkt, die am 15. November 1296 am östlichen Rand des Platzes errichtet wurde. Man erfährt, dass Samuel ben Salomo und seine Frau Belet das Grundstück stifteten und die Baukosten durch Spenden finanziert wurden. Die Darstellung beschreibt den Bau als zweischiffige Konstruktion mit Mittelstützen, Steinfließen und einer hölzernen Bima, sowie die Existenz einer separaten Frauensynagoge mit Mikwe, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts durch eine Stiftung von Jechiel und Rahel bat Samuel ermöglicht wurde. Nach dem Pestpogrom 1349 wurde die Synagoge abgebrochen; Kaiser Karl IV. ließ auf den Trümmern die Marienkirche errichten, die bis 1355 vom Prager Hofarchitekten Peter Parler erbaut wurde.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Errichtung
15. November 1296
Ort
östlicher Rand des Hauptmarktes, Nürnberg
Stifter
Samuel ben Salomo und Belet
Finanzierung
Spendengelder
Bautyp
zweischiffiger Bau mit Mittelstützen
Frauensynagoge
erste Hälfte des 14. Jahrhundert
Abbruch
nach dem Pestpogrom 1349
Nachfolgerbau
Marienkirche, 1355 vollendet
Architekt der Marienkirche
Peter Parler

Textauszug

Die frühe jüdische Gemeinde feierte ihre Gottesdienste in Privathäusern. Am 15. November 1296 wurde eine Synagoge am östlichen Rand des Hauptmarktes errichtet. Das Grundstück hatten Samuel ben Salomo und seine Frau Belet gestiftet, die Baukosten wurden aus Spendengeldern bestritten. Über den Baumeister vermerkt das Nürnberger Memorbuch lediglich, dass er kurz nach Abschluss der Arbeiten gestorben sei. Baufunde lassen vermuten, dass es sich ähnlich der 1174/75 in Worms errichtetem Männersynagoge um einen zweischiffigen Bau mit Mittelstützen handelte. Der Fußboden wurde mit Steinfließen ausgelegt, auf einer Estrade stand die hölzerne Bima, später durch einen Nachfolger aus Stein ersetzt. Gleichzeitig erhielten die Innenwände bogenförmige Nischen. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag
Datensatz-ID: BHA-P-13382
Kategorien: 📍 NürnbergArchitekturBäder und BadeanstaltenJüdisches Leben
Standort:Nürnberg · 49.44933, 11.07937 · OpenStreetMap
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Nutzungshinweis

Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.

Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Die Synagoge am Nürnberger Hauptmarkt. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-13382-de.html (Zugriff am 01.09.2026)