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BayernHistory
Das Zisterzienserinnenkloster Schlüsselau
Ein Ort weiblicher Mystik
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag behandelt die Geschichte des Zisterzienserinnen-Klosters Schlüsselau bei Bamberg, das um 1260 von Eberhard II. und Konrad I. von Schlüsselberg gegründet wurde und als Ort weiblicher Mystik diente. Man erfährt von der ersten Äbtissin Gisela (gestorben 1308), der bedeutenden Äbtissin Anna von Schlüsselberg (regierend 1339–1379) sowie von Zerstörungen durch den Bauernkrieg 1525 und durch Markgraf Albrecht Alcibiades 1553, woraufhin Fürstbischof Weigand von Redwitz das Kloster 1554 schloss. Die Darstellung dokumentiert die Umwandlung der Ruine 1603 zur Pfarrkirche mit barocker Ausstattung (1730) und nennt die vorübergehende Wiederbesiedlung durch Beschuhte Karmeliterinnen ab 1949, die 1968 nach Erlangen-Büchenbach verlegt wurden. In der heutigen Pfarrkirche sind noch originale Bausubstanz aus zisterziensischer Zeit sowie kunsthistorisch bedeutsame Objekte wie das Grabmal Gottfried von Schlüsselbergs und ein Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert erhalten.
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Kurzfakten
Gründungsjahr
um 1260
Stifter
Eberhard II. von Schlüsselberg, Konrad I. von Schlüsselberg
Erste Äbtissin
Gisela (gestorben 1308)
Bedeutendste Äbtissin
Anna von Schlüsselberg (1339–1379)
Schließung
1554
Letzte Äbtissin vor Schließung
Brigitte von Stiebar
Umwandlung zur Pfarrkirche
1603
Barocke Ausstattung
1730
Wiederbesiedlung
1949 (Beschuhte Karmeliterinnen)
Verlegung Konvent
1968 nach Erlangen-Büchenbach
Textauszug
Die Edelfreien von Schlüsselberg, eines der bedeutendsten fränkischen Adelsgeschlechter, beherrschte im 13. Jahrhundert ein stattliches Gebiet in der Fränkischen Schweiz und dem Aischgrund. Für eine dauerhafte Grablege nach Vorbild des hohen Adels stifteten Eberhard II. von Schlüsselberg und sein Sohn Konrad I. um das Jahr 1260 ein Kloster auf ihrem Besitz bei Bamberg. Zisterzienserinnen aus Mariaburghausen, Stadt Hassfurt, waren die ersten Nonnen in Schlüsselau. Eberhards Tochter Gisela wurde die erste Äbtissin. Sie starb 1308. Gottfried von Schlüsselberg, ein Neffe des Stifters, ermöglichte durch seine großzügigen Schenkungen den Bau der Klosterkirche im strengen Stil der Zisterzienser.
Vom Kloster Ebrach kamen die Seelsorger für den Frauenkonvent und vermutlich auch die Konversen, Laienbrüder, die die Wirtschaft des Klosters besorgten. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Das Zisterzienserinnenkloster Schlüsselau. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-13315-de.html (Zugriff am 01.09.2026)