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BayernHistory

St. Jakob in Unterschondorf

Ein außergewöhnliches Kleinod romanischer Kirchenarchitektur
Foto Wolfgang Hauck, 2023

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag zeigt die bauhistorische und kunsthistorische Bedeutung der Jakobskirche in Unterschondorf am Ammersee, die 1149 unter Bauherr Konrad von Schondorf als romanischer Sakralbau errichtet wurde. Man erfährt von ihrer turmartigen Gestalt mit einer Firsthöhe von 20 Metern und den Ausmaßen von etwa 10 mal 20 Metern, ihrer Ausstattung mit einem bedeutenden Barockaltar aus dem 17. Jahrhundert von Simon Rhein und Ambrosius Degler sowie dem um 1892 freigelegten romanischen Wandgemälde der Muttergottes. Die Darstellung behandelt die ungelöste Frage nach der ursprünglichen Funktion des großen Dachraums und präsentiert konkurrierende Theorien – von einer Pilgerkapelle zum Jakobsweg über Santiago de Compostela bis zur möglichen „Doppelkapelle" mit sakraler Nutzung, gestützt durch einen zweiten Altar und ein Visitationsprotokoll von 1652. Erwähnt werden auch historische Berichte vom 19. Jahrhundert über unterirdische Gänge und mögliche Erdställe unter dem Jakobsbergerl, die bis heute ungeklärt bleiben.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Ort
Unterschondorf am Ammersee, Landkreis Landsberg am Lech
Erbaut
1149
Bauherr
Konrad von Schondorf
Material
Tuffsteinquader
Baustil
Romanik, hochromanisch
Grundriss
etwa 10 mal 20 Meter
Firsthöhe
20 Meter
Gesamthöhe mit Dachreiter
gut 27 Meter
Hochaltar
17. Jahrhundert, von Simon Rhein und Ambrosius Degler
Barocke Veränderungen
Langhausfenster vergrößert, 1750 Dachreiter aufgesetzt
Wandgemälde
romanisch, Muttergottes mit Kind, freigelegt und überarbeitet 1892
Empore
um 1890 entfernt

Textauszug

Rund um den Ammersee und im Landkreis Landsberg am Lech wird man vergeblich nach einem Sakralbau suchen, der es an Alter und Bedeutung mit der Schondorfer Jakobskirche aufnehmen kann. Sie wurde schon zur Zeit der Hochromanik im Jahre 1149 erbaut. Bauherr war der Landadelige Konrad von Schondorf, der erste namentlich bekannte Vertreter seines Adelsgeschlechts. Um St. Jakob herum entstand in Ufernähe eine kleine Ansammlung von Sölden und Fischerhütten. Zunächst hieß diese Siedlung einfach „See“. Erst viel später sollte sie den Namen „Unterschondorf“ erhalten. Schon vom ersten Eindruck her -– besonders wenn man sich aus nordwestlicher Richtung annähert – will das Unterschondorfer Gotteshaus auf dem „Jakobsbergerl“ der Vorstellung von einem Dorfkirchlein nicht entsprechen. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag · 🖼 2 Bilder in der Galerie
Datensatz-ID: BHA-P-12880
Kategorien: 📍 Schondorf am AmmerseeKirchen
Standort:Schondorf am Ammersee · 48.05288, 11.10036 · OpenStreetMap
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Nutzungshinweis

Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.

Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): St. Jakob in Unterschondorf. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-12880-de.html (Zugriff am 01.09.2026)