Alles in der App BayernHistory zu finden. Jetzt herunterladen, es lohnt sich!
Die App ist kosten- und werbefrei. Verfügbar für iOS und Android. In der App sind alle Beiträge auch vertont – zum Anhören!
BayernHistory
Gedenktafel Vertreibung der Sudetendeutschen
Erinnerung und Würdigung in Kaufering
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte der Gedenktafel zur Vertreibung der Sudetendeutschen in Kaufering. Man erfährt, dass nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Tschechoslowakei 1918 rund 3,5 Millionen Sudetendeutsche gegen ihren Willen in den neuen Staat aufgenommen wurden, was schließlich zur Sudetenkrise 1938 und zum Münchner Abkommen führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aufgrund der Potsdamer Konferenz von 1945 über 3 Millionen Menschen aus dem Sudetenland vertrieben, von denen etwa 1 Million nach Bayern kam. In Kaufering kamen die ersten Heimatvertriebenen 1946 an und wurden zunächst bei Landwirten untergebracht; 1949 waren es 446 Menschen. Unter Landrat Dr. Otto Gerbl entstand ab 1950 die Siedlung Kaufering-West mit Infrastruktureinrichtungen und Arbeitsplätzen. Am 26. September 2010 wurde der „Stein der Erinnerung" enthüllt, ein Gedenkstein aus schlesischem Marmor aus Saubsdorf, der an die Vertreibung und den Neuanfang erinnert.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.
Kurzfakten
Region
Böhmen, Mähren, Sudeten-Schlesien
Sudetendeutsche Bevölkerung
rund 3,5 Millionen
Gründung Tschechoslowakei
1918
Münchner Abkommen
1938
Vertriebene insgesamt
12 Millionen
Vertriebene aus Sudetenland
über 3 Millionen
Todesfälle bei Vertreibung
knapp 250.000
Bayern aufgenommene Vertriebene
knapp 1 Million
Heimatvertriebene in Kaufering 1949
446 Menschen
Enthüllung Gedenkstein
26. September 2010
Herkunftsort Marmor
Saubsdorf (heute Supíkovice, Tschechien)
Textauszug
Originaler Text auf der Gedenktafel
Der Name „Sudetendeutsche“ wird seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts als Sammelbegriff für die rund 3,5 Millionen Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudeten-Schlesien benutzt. Bis 1918 gehörten die Sudetendeutschen dem österreichisch-ungarischen Habsburgerreich an.
Als nach dem 1. Weltkrieg mit dem Friedenspakt von Versailles 1918 die Tschechoslowakische Republik (CSR) gegründet werden konnte, forderten die Sudetendeutschen unter Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht den Anschluss ihrer Heimatgebiete an Deutsch-Österreich. Stattdessen wurden sie aber gegen ihren Willen in einen neuen Staat, die Tschechoslowakei, hineingepresst.
Abweichend vom Versprechen, aus der Tschechoslowakei eine zweite „Schweiz" zu machen, begann die tschechoslowakische Staatsführung eine Politik, die sich gegen die deutsche Sprache und Kultur richtete, Deutsche aus dem öffentlichen Dienst verdrängte, die deutsche Wirtschaft vor Ort zu überfremden versuchte und die deutsche Selbstverwaltung einengte
Diese Unerträglichkeiten führten schließlich unter dem zusätzlichen Druck Hitlers gegen die tschechoslowakische Regierung zur sogenannten „Sudetenkrise", auf deren Höhepunkt 1938 das „Münchner Abkommen" geschlossen wurde, das die Übergabe der sudetendeutschen Gebiete an das Deutsche Reich festsetzte. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 2 Audiobeiträge · 🖼 1 Bild in der Galerie · 🔗 2 Weiterführende Links
Diesen Beitrag finden Sie mit Bildern, Audio und weiteren Inhalten in der BayernHistoryApp im Themenbereich „BayernHistory“. Kostenloser Download in den App Stores.
Nutzungshinweis
Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.
Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Gedenktafel Vertreibung der Sudetendeutschen. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-12802-de.html (Zugriff am 01.09.2026)