Alles in der App BayernHistory zu finden. Jetzt herunterladen, es lohnt sich!
Die App ist kosten- und werbefrei. Verfügbar für iOS und Android. In der App sind alle Beiträge auch vertont – zum Anhören!
BayernHistory
Das Seerichterhaus
Markt- und Seerichter Franz Ferdinand von Helmberg (1656–1743)
Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory
Der Beitrag zeigt die Geschichte des Seerichterhauses in Dießen und seiner Bewohner über mehrere Jahrhunderte. Man erfährt, dass das Haus auf dem Grund dreier ehemaliger Hofstätten in der Prinz-Ludwig-Straße 5 entstand, das der Seerichter Wolf Ligsalz 1580 kaufte und errichtete. Der bekannteste Markt- und Seerichter Franz Ferdinand von Helmberg erwarb das Haus um 1708 von der Richterwitwe Barthin und baute es 1734/35 um, wobei er es mit bemalten Holzdecken, mythologischen Gemälden und wertvollen Öfen ausstattete. Nach von Helmbergs Lebensende heiratete seine Adoptivtochter Maria Esther Genoveva zweimal Kandidaten für das Richteramt und ließ die Sankt-Nepomuk-Kapelle errichten. Die letzte Seerichterwitwe Cölestine de Frey bewohnte das Haus bis 1848; danach wechselten die Besitzer mehrfach, und das Anwesen dient heute nach Renovierung 2014 als Privatwohnhaus mit einer Galerie im Erdgeschoss.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.
Kurzfakten
Standort
Prinz-Ludwig-Straße 5, Dießen
Käufer und Erbauer
Seerichter Wolf Ligsalz
Erwerbsjahr
1580
Bekannter Bewohner
Franz Ferdinand von Helmberg
Erwerb durch von Helmberg
um 1708
Umbau
1734/35
Ausstattung
bemalte Holzdecke mit vier Jahreszeiten und Sturz des Phaeton, prächtige Öfen
Letzte Seerichterwitwe
Cölestine de Frey
Tod letzte Bewohnerin als Seerichterwitwe
1848
Renovierung
2014
Textauszug
Etwa 600 Jahre lang gab es in Dießen drei unabhängige richterliche Gewalten: den Hofmark- und Klosterrichter, den Magistrat des Marktes und den Markt- und Seerichter, der als Seerichter über den Ammersee wachte und von 1599 bis 1803 auch Forstrichter war. Ab dem 13. Jahrhundert übte der Marktrichter die höhere Gerichtsbarkeit und den Blutbann aus, d. h., er war unter anderem für Leibesstrafen und Hinrichtungen zuständig. Er blieb aber ohne eigenen Amtssitz. Die Gerichtsverhandlungen fanden im Rathaus statt, und der Richter musste sich eine Wohnung mieten.
Auf dem Grund des heutigen Seerichter-Anwesens in der Prinz-Ludwig-Straße 5 lagen ursprünglich drei nebeneinander gelegene Hofstätten. Seerichter Wolf Ligsalz kaufte 1580 diese Hofstätten, welche bereits ein knappes Jahrhundert davor erstmals dokumentiert worden waren, und errichtete auf dem Grund das Seerichterhaus. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 1 Audiobeitrag · 🖼 1 Bild in der Galerie · 🔗 2 Weiterführende Links
Datensatz-ID:BHA-P-12717✓ Kopiert!
Kategorien:📍 DiessenRathäuser und Verwaltungsbauten
Diesen Beitrag finden Sie mit Bildern, Audio und weiteren Inhalten in der BayernHistoryApp im Themenbereich „BayernHistory“. Kostenloser Download in den App Stores.
Nutzungshinweis
Eintrag aus BayernHistory von dieKunstBauStelle e. V. Die Nutzung für Bildung, Forschung, Tourismus und Erinnerungskultur ist mit Quellenangabe gestattet. Vollständiger Datenexport oder automatisierte Auswertung sind nicht erlaubt.
Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): Das Seerichterhaus. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-P-12717-de.html (Zugriff am 01.09.2026)