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BayernHistory

37 Glorifizierung des Hitlerputsches

Kapitel
Teil der Ausstellung: Das Labyrinth – 100 Jahre Hitlers Festungshaft
KI-unterstütztes Werk © Wolfgang Hauck

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag zeigt, wie der Hitler-Ludendorff-Putsch nach 1933 zum Gründungsmythos des NS-Regimes umgedeutet wurde. Man erfährt, dass die NS-Toten des Putschs auf dem Königsplatz neu bestattet wurden und bei Zeremonien nach italienischem Vorbild ihre Namen verlesen wurden, während das Publikum mit „Anwesend" antwortete. Die Darstellung behandelt Hitlers Rache an früheren Gegnern wie Gustav von Kahr und Otto Ballerstedt sowie an Mitputschisten wie Ernst Röhm, Edmund Heines und Alexander Glaser, die 1934 in der Nacht des sogenannten Röhm-Putsches ermordet wurden. Gleichzeitig werden die Belohnungen für Unterstützer wie Wilhelm Frick (Reichsinnenminister) und Franz Gürtner (Reichsjustizminister bis 1941) benannt. Der Beitrag dokumentiert die Verfälschung der Haftbedingungen durch propagandistische Quellen wie die Julius-Schaub-Hefte, kontrastiert diese jedoch mit dem Bericht von Rudolf Hess vom 16. Mai 1924 aus Landsberg, der komfortable Verhältnisse, Gartenanlage, gute Ernährung und Besuch durch Ludendorff selbst bezeugt.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Ereignis
Hitler-Ludendorff-Putsch, Umwandlung zum NS-Gründungsmythos nach 1933
Ort Neubestattung
Königsplatz
Ermordete Gegner
Gustav von Kahr, Otto Ballerstedt
Ermordete Mitputschisten
Ernst Röhm, Edmund Heines, Alexander Glaser
Zeitpunkt Morde
Nacht des Röhm-Putsches 1934
Belohnte Unterstützer
Wilhelm Frick (Reichsinnenminister), Franz Gürtner (Reichsjustizminister)
Amt Gürtner bis
1941
Haftort
Landsberg
Zeuge Haftbedingungen
Rudolf Hess, Brief vom 16. Mai 1924
Propagandaquelle
Julius-Schaub-Hefte (Zigaretten-Bilderdienst)

Textauszug

Nach 1933 wurde der Hitler-Ludendorff-Putsch glorifiziert. Die NS-Toten des Putsches wurden als Helden verehrt, und ihre Namen wurden bei Zeremonien verlesen. Gleichzeitig rächte sich Hitler an seinen früheren Gegnern und Verrätern, indem er sie ermorden ließ. Die Haftbedingungen wurden im Nachhinein als hart dargestellt, obwohl sie das Gegenteil waren. Glorifizierung des Hitlerputsches Nach 1933 wurde der Hitler-Ludendorff-Putsch verklärt. Nicht ein schlecht vorbereiteter jämmerlicher Versuch, der über einem Dutzend Menschen das Leben gekostet hatte, sondern der Gründungsmythos des NS-Regimes lautete nun die offizielle Lesart. Die NS-Toten des Putschs wurden in einer monumentalen Grablege auf dem Königsplatz erneut bestattet. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 3 Audiobeiträge · 🖼 1 Bild in der Galerie · 🔗 1 Weiterführender Link
Datensatz-ID: BHA-E-13528
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Nutzungshinweis

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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): 37 Glorifizierung des Hitlerputsches. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-E-13528-de.html (Zugriff am 01.09.2026)