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BayernHistory

22 Zunahme rechtsradikaler Bewegungen ohne ausreichende Kontrolle

Kapitel
Teil der Ausstellung: Das Labyrinth – 100 Jahre Hitlers Festungshaft
KI-unterstütztes Werk © Wolfgang Hauck

Inhalte des Beitrags in der App BayernHistory

Der Beitrag behandelt die Zunahme rechtsradikaler Bewegungen in Bayern nach der Revolution 1918/19 und deren mangelhafte Kontrolle durch die Behörden. Man erfährt, dass sich Rechtsradikale in Organisationen wie der Thule-Gesellschaft, dem Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund, dem 1922 gegründeten Bund Oberland und der NSDAP (gegründet 1919/20 als DAP in München) zusammenschlossen, die sich zunächst in Oberbayern, unter anderem in Landsberg, ausbreitete. Die Darstellung zeigt, dass die SA, ursprünglich als Turn- und Sportabteilung gegründet, zur Schlägertruppe der NSDAP wurde und bei einer Versammlung des Bayernbundes am 14. September 1921 unter Hitlers Führung Gewalt ausübte, wodurch der Ingenieur Otto Ballerstedt verletzt wurde. Der Beitrag dokumentiert, dass Hitler und Hermann Esser daraufhin vom Richter Georg Neithardt im Januar 1922 wegen Landfriedensbruchs zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurden, wovon aber nur ein Monat verbüßt wurde, und dass weitere Ausschreitungen wie die Tumulte am 16. Oktober 1922 und Demonstrationen vor der Münchener Post trotz Verwarnungen durch die Polizeidirektion München nicht effektiv unterbunden wurden.
Vollständiger Beitrag: kostenfrei in der App BayernHistory.

Kurzfakten

Zeitraum
Revolution 1918/19
Region
Bayern
Organisationen
Thule-Gesellschaft, Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund, Bund Oberland (gegründet 1922), NSDAP (gegründet 1919/20 als DAP)
Ausbreitungsgebiet
München, Oberbayern, Landsberg
Ereignis
Versammlung des Bayernbundes, 14. September 1921
Geschädigter
Otto Ballerstedt (Ingenieur)
Verurteilte
Adolf Hitler, Hermann Esser
Richter
Georg Neithardt
Urteil
Drei Monate Gefängnis wegen Landfriedensbruchs, Januar 1922
Strafvollzug
Ein Monat verbüßt

Textauszug

Nach der Revolution 1918/19 schlossen sich Rechtsradikale in Bayern zusammen, um gegen die Demokratie zu kämpfen. Organisationen wie der Bund Oberland und die NSDAP gewannen an Einfluss. Die SA wurde zur Schlägertruppe der NSDAP. Trotz Gewalt und Drohungen wurden diese Gruppen nicht effektiv kontrolliert oder gestoppt. Die Zunahme rechtsradikaler Bewegungen ohne ausreichende Kontrolle durch Behörden Schon während der Revolution 1918/19 scharten sich Rechtsradikale in unterschiedlichen Organisationen zusammen, etwa der antisemitischen Thule-Gesellschaft oder dem Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund. Sie einte die Demokratiefeindschaft, der Antisemitismus und die Gewaltbereitschaft. Zu den wichtigsten völkischen und rechtsradikalen Bewegungen gehörten der Bund Oberland und die NSDAP. … Weiterlesen in der App BayernHistory.
In der App verfügbar: 🎧 4 Audiobeiträge
Datensatz-ID: BHA-E-13512
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Nutzungshinweis

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Zitierempfehlung: BayernHistory (dieKunstBauStelle e. V.): 22 Zunahme rechtsradikaler Bewegungen ohne ausreichende Kontrolle. App BayernHistory / https://www.bayernhistory.de/output/entries/BHA-E-13512-de.html (Zugriff am 01.09.2026)